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Fahrt zum Freilichttheater Dangast

Am 29.Juli um 20.00 Uhr sollte es in See stechen und wir vom Heimatverein Cloppenburg wollten dabei sein !
Mit 50 heimatlichen „Leichtmatrosen“ ging es dann vom ZOB Pingel Anton um 14.30 Uhr mit einem komfortablen Reisebus Richtung Nordsee. Aber alles der Reihe nach !
Der erste Halt wurde dann nach ca. 1 Stunde Fahrt an einem hochinteressanten Ort gemacht : dem YARD ART (Kunstausstellung/Skulpturengarten) in der Dangasterstrasse 96a in Varel. Dort erwartete der Universalkünstler Diedel Klöver die Reisegruppe und stellte seine Kunstwerke mit entsprechender Kommentierung vor (www.yard-art.de).
Diedel wollte eigentlich nur Musiker werden, aber über den Umweg Jamaica in der Karibik drückte ihm sein Freund Willy in 2002 in Dangast ein Schweissgerät in die Hand und forderte seine Kreativität heraus. Ab nun arbeitete Diedel „dual“, d.h. Musik und Kunstwerk. Welch eine Glück, denn seine Skulpturen in seinem Garten sind atemberaubend authentisch. DAS MUSS MAN GESEHEN HABEN ! Wie man aus altem Eisen, Werkzeugen,Schrauben und Schrott solche Dinge schaffen kann: absolute Bewunderung ! Und Diedel mit seinen Rasta-Locken ist ein recht angenehmer Gesprächspartner, der alle Fragen gelassen beantwortet. Wer dann in seinem kleinen Cafe noch ein Getränk nimmt, kann sich sehr wohl fühlen.
Ach ja, seine „Jever Palme“ ist auch eine besondere Erwähnung wert: mehre Alu-Fässer aufgestapelt und verschweißt, aus leeren Bierkistenteilen einen Palmenfächer gebaut, alles in 1:1 Größe ! Der Vermerk auf der Bodenplatte zum Gebilde ist lesenswert! Fahrt mal hin um ihn zu lesen! Anschließend führte die Fahrt in den Ort hinein zum Kurhaus Dangast, wo eine leckere Vesper für die hungrige Reisegruppe vorbereitet war. Im Anschluß gab die Inhaberin Maren Tapken – mitlerweile in der 5.Generation in den Händen der Familie Tapken - einen zeitgeschichtlichen Abriss über Geschichte des Kurhauses und den dort verkehrenden Persönlichkeiten aus der Kunstszene.
Gesättigt und voller Erwartung „pilgerte“ dann die Gruppe über den Deich zum Freilichttheater, wo neben der Bühne auch noch ein historischer Kunsthandwerkermarkt sowie eine Ausstellung über Friesland und seine Naturphänomene aufgebaut waren.
Pünktlich um 20.00 Uhr ging es dann los und die fantastische Geschichte vom Fliegenden Holländer konnte vor einer wunderbaren Naturkulisse beginnen.
Das Geisterschiff ist verflucht. Der Kapitän (der „Holländer“) segelt seit ewigen Zeiten um die Welt. Als „Geisterschiff“ sind die Seefahrer berüchtigt, doch kaum jemand hat sie je gesehen. Ein Schiff auf der Heimfahrt mit Kapitän Daland gerät von einer Handelsreise kommend  in einen Orkan und droht zu sinken. Da erscheint das Geisterschiff und die rauhe See wird plötzlich spiegelglatt. Aus Dank über die Rettung lädt Daland die geisterhaften Gestalten in seinen Heimathafen ein, doch es bleibt ein schauriges Gefühl. Was wollen diese Geisterfahrer, wohin verschwinden sie bei Neumond?
Aufsteigend spannend inszeniert und bei zunehmender Dunkelheit mit tollen Lichteffekten ausgestattet wurden die Zuschauer 2 1/2 Stunden in den „geisterhaften“ Verlauf einbezogen.  Mit kräftigem Applaus endete die Vorstellung und nach einem kleinen Fußmarsch über den Deich zurück zum Bus wurde die Heimfahrt angetreten, wo die Heimatfreunde gegen 00.30 Uhr am Sonntag voller Eindrücke Cloppenburg wieder erreichten. Vielen Dank an Jürgen Müller vom Vorstand, der die gesamte Tour „eingetütet“ hat.


Bilder:  H.-G. Thönissen