4 Hümmlinger Pilgertour

Bild 1 - Ankunft
Bild 2 Kirche
Bild 3 Kloster
Bild 4 Eiserne Mauern
Bild 5
Bild 6 Kloster
Bild 7 Moorlehrpfad
Bild 8 Arbeitswege
Bild 9
Bild 10 Lagerfriedhof
Bild 11 Waldhotel

Die Pilgerwanderungen des Heimatvereins, begonnen 2013 mit dem Wandern auf den Spuren des Abtes Castus, erfreuen sich immer mehr Beliebtheit unter den Mitgliedern. Sie führten auch zu vielen Beitritten in den Heimatverein, sogar aus unserem Landkreis und der Stadt Oldenburg. Am 18.April 2015 war der Start der 4. Hümmlinger Pilgertour in Esterwegen. Busunternehmer Gerd Deeken aus Esterwegen holte die Wandergruppe in Cloppenburg ab. Nach 45 Minuten Fahrt war Esterwegen erreicht, so konnte die Pilgertour im Ortszentrum an der St.- Johanniskirche mit dem ehemaligen Herrenhaus heute „Heyen Jan“ pünktlich starten. (Bild 1)

Pilgerführer Gerd Janzen informierte über die Geschichte Esterwegens. Nach Kirchenbesichtigung, Gebet und Lied machten wir uns auf den Weg zum Waldfriedhof. Hier wurde eine neue Mariengrotte errichtet. (Bild 2)

Weiter ging es zu Fuß zum Kloster Esterwegen, das sich auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers befindet. (Bild 3)

Eiserne Mauern gaben uns hier den ersten Eindruck. (Bild 4)

Im Zuge der Umgestaltung der Gedenkstätte wurden Stahlelemente verwendet. So stehen hohe Elemente am ehemaligen Eingangstor, kleinere wiederum als Begrenzung an den damaligen Arbeitswegen der Häftlinge die ins Moor führten. (Bild 5)

Beim Kloster wurden wir von den Franziskanerschwestern M.Jacuta und M. Brigitta (von dem  Konvent  der Mauritzer Franziskanerinnen des Bistums Osnabrück) herzlich begrüßt. Sie sind eingesetzt, um den Besuchern eine gute, religiöse Begleitung und Beistand zu geben. Gemeinsam mit ihnen waren im Gedenkraum der Sprachlosigkeit und in der Kapelle. Nach dem Abschied und einer kleinen Pause blieb noch Zeit für einen Besuch des Informationszentrum der Gedenkstätte. (Bild 6)

Der zur Gedenkstätte benachbarte Moorlehrpfad führte uns über Holzstege ins Moor und zeigte durch Hinweistafeln die Entstehung und Entwicklung des Moores auf.  (Bild 7)

Im Zuge der Umgestaltung der Gedenkstätte wurden die ehemaligen Arbeitswege der Lagerinsassen mit Stahlplatten ausgelegt, sehr beeindruckend für den Besucher. (Bild 8)

„Wohin auch das Auge blicket, Moor und Heide ringsherum, Vogelsang uns nicht Erquicket, Eichen stehen kahl und krumm, Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor.“  (Lagerlied von Börgermoor) – 1, Strophe – Text: J. Esser/W. Langhoff  Weiter ging es mit Gerd Janzen über die alten Wege der Lagerarbeiter, der Häftlinge,  die ins Moor führten, zur Begräbnisstätte an der B. 401. (Bild 9)

Auf diesem Lagerfriedhof sind die Menschen bestattet worden, die die Torturen durch Schwerstarbeit, Hunger, Durst, Krankheiten und Misshandlungen nicht überstanden haben. Heute ist dieser Ort ein Ort der Ruhe, Erinnerungen und des Friedens geworden. (Bild 10)

Den  Abschluss bildete der Besuch des Erholungsgebietes Surwold. Nach einer kleinen Besichtigungstour vorbei am Schwimmbad, Märchenwald, Sommerrodelbahn, Kletterwald Waldmuseum und einem gemütlichen Kaffeetrinken im Waldhotel wurde die Heimreise angetreten. (Bild 11) (Ausgearbeitet und vorbereitet wurde diese schöne und gut gelungene Wandertour vom Vorstandsmitglied  Annegret Pries  mit Unterstützung ihres Ehemannes Andreas) Fotos: Pries, Tabeling sen.